Das Landesjugendorchester NRW bietet hoch begabten Musikern aus NRW im Alter von 14 bis 22 Jahren die Möglichkeit zum Zusammenspiel in großer sinfonischer Besetzung unter der Leitung von namhaften, qualifizierten Dirigenten.
Dem Orchester gehören rund 100 Instrumentalisten an, die zumeist Preisträger der Wettbewerbe „Jugend musiziert“ sind oder sich in Schul-/Jugendorchestern bzw. Kammermusikgruppen bewährt haben. Für ihre Mitwirkung im LJO werden sie durch jährlich stattfindende Vorspiele ausgewählt bzw. können in einer Auswahlarbeitsphase ihr Können unter Beweis stellen.
Die meisten Orchestermitglieder sind Schüler und werden an Musikschulen, als Jungstudenten an Musikhochschulen oder im Privatunterricht ausgebildet.
Das enorme Engagement, die Begeisterung für die Musik sowie die vortreffliche Beherrschung ihres Instruments sind die Voraussetzungen für die herausragenden Ergebnisse der meist 14-tägigen Arbeitsphasen mit täglichen Proben von 8 bis 10 Stunden.
Seit Bestehen des Orchesters wurden bis heute über 180 Arbeitsphasen durchgeführt. Am Ende einer Arbeitsphase finden Abschlusskonzerte, Fernseh- oder CD-Produktionen statt.
Viele Mitglieder des LJO werden später Berufsmusiker: Für zahlreiche renommierte Orchester wurden ehemalige Instrumentalisten des LJO engagiert, bis hin zu Solopositionen im Berliner Philharmonischen Orchester. Andere erlangten Professuren an diversen Musikhochschulen.
Das Landesjugendorchester Nordrhein-Westfalen (LJO) wurde 1969 von Prof. Dr. Emil Platen und Hans Josef Menke als Initiative der Jeunesses Musicales NRW gegründet.
Die Leitung des Orchesters liegt in den Händen des Trägervereins Landesjugendorchester NRW e.V.; Rechtsträger ist der Landesmusikrat NRW e.V.
Das Landesjugendorchester NRW wird gefördert vom Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen.
Das Repertoire des Orchesters reicht von Werken des ausgehenden 16. Jahrhunderts bis zu Kompositionen der Gegenwart und umfasst neben der sinfonischen Musik auch Werke der Gattung Oper und Oratorium.
Das Orchester trat bis heute in über 500 Konzerten und Opernaufführungen auf. Unter anderem spielte es die Opern Fidelio von Beethoven, Carl Maria von Webers Freischütz, Georges Bizets Carmen und Die Entführung aus dem Serail von Wolfgang Amadeus Mozart. Bei Konzertreisen in die Bundesländer Niedersachsen, Hessen, Baden-Württemberg, Hamburg, Bayern und das Saarland, nach Spanien, in die Schweiz, die Niederlande, nach Belgien, ins ehemalige Jugoslawien, nach Polen, Portugal, Russland, in alle baltischen Länder und China begeisterte das Landesjugendorchester NRW seine Zuhörer.
Das LJO trat beim 26. Weltkongress der Jeunesses Musicales 1972 im Rahmen der XX. Olympischen Spiele in München auf. Auch beim Internationalen Beethovenfest der Stadt Bonn spielte das LJO an der Seite von weltbekannten Orchestern. Zum 50jährigen Bestehen des Landtags NRW am 2. Oktober 1996 gestaltete das Landesjugendorchester NRW den musikalischen Rahmen des Festakts in der Düsseldorfer Tonhalle.
Im Herbst 2000 ging es zum ersten Mal auf eine Tournee durch China. Im Sommer 2002 reiste das LJO dann nach Ungarn, im Sommer 2004 durch das Baltikum und Russland. Nach einer Konzerttournee durch Polen 2005 wurde im Herbst 2006 eine weitere große China-Reise durchgeführt. Im April 2007 hat eine Zusammenarbeit mit der Kölner Oper im Bereich „Kinderoper“ stattgefunden, mit zwei Aufführungen einer Version von Mozarts Zauberflöte für Kinder in der Kölner Oper. Im Juni 2007 schließlich führte das LJO NRW, zusammen mit dem Pariser „Choeur de l’Oratoire du Temple“ in der ehrwürdigen, nahe dem Louvre gelegenen protestantischen Kirche gleichen Namens in zwei Konzerten die Tragische Ouvertüre und Ein Deutsches Requiem von Johannes Brahms auf. Im Herbst 2007 fuhr das LJO nach Kroatien und Bosnien-Herzegowina.
In seiner bisher größten Besetzung bisher spielte das LJO Olivier Messiaens La Transfiguration de Notre Seigneur Jesus-Christ im Februar 2008. Daran schloss sich eine Arbeitsphase "Verfemte Musik" unter der Leitung von Gerd Albrecht im März und eine Konzertreise nach Portugal im Oktober 2008 an. 2009 fanden Konzertreisen nach Paris (Juni) und Tschechien, Ungarn und Kroatien (Herbst) statt. 2010 feiert das LJO im Januar sein 40-jähriges Bestehen. Reisen sind nach Paris (Juni 2010) und Südfrankreich (Juli 2010), nach Estland (2011) und Frankreich (2012) geplant.
Das Orchester wurde 13 Jahre lang von Prof. Martin Stephani, weiter von Otmar Maga, Prof. Thomas Ungar und fast 9 Jahre von GMD Welisar Gentscheff dirigiert.
Als Gastdirigenten wirkten mit: Prof. Fernando Eldoro (Lissabon), Prof. Jenö Rehak (Frankreich), Johannes Stert (Köln), Martynas Staskus (Vilnius), Thomas Wise (Bonn), Jacques Mercier (Paris/Metz) und Hermann Bäumer (Berlin/Osnabrück). 2006 spielte das Orchester unter der Leitung von Ferenc Gabor (Berlin).
Seit 2002 vertraut sich das LJO NRW für die Projektleitung dem Frankfurter Dirigenten Hubert Buchberger als ständigem Dirigenten an.
In Zusammenarbeit mit dem WDR wurden zahlreiche CDs produziert und für Rundfunk- und Fernsehübertragungen Konzerte live mitgeschnitten.
Seit 2006 besteht eine Patenschaft zwischen dem WDR-Sinfonieorchester Köln und dem Landesjugendorchester NRW, charakterisiert durch die Zusammenarbeit im Dozentenbereich, das Ausleihen von Notenmaterial und Instrumentarium und anderem.
Am 20. Oktober 2002 trafen sich im schönen "Alten Ratssaal" der Gemeinde Lindlar 20 interessierte Eltern von jetzigen und ehemaligen LJO-Teilnehmern, um den Freundeskreis des LJO NRW zu gründen. Initiator war Stefan Slembrouck, der bereits vor über einem Jahr diese Anregung gab. Herr Slembrouck war liebenswürdigerweise auch bereit, die Veranstaltung zu moderieren.
Dieser Freundeskreis ist ein loser Zusammenschluss von Freunden des LJO welche Interesse haben, ihr Know-how und ihre Kontakte für das LJO zu nutzen.
Es wurde festgestellt, dass vielen Eltern gar nicht klar ist, mit welch "einfachen" Mitteln oder Kontakten sie dem LJO helfen können.
Bereits beim ersten Treffen ergaben sich einige sehr interessante Kontakte und Anregungen, wie z.B. die Planung einer Polenreise für 2005, der Kontakt zum neuen Kongresszentrum in Bochum, Kontakte nach Belgien für die Beneluxreise im Sommer 2003 usw. usw.
Drei Punkte sollen hier gesondert erwähnt werden, da diese zur Zeit sehr wichtig sind:
Hilfe vor Ort
Herr Slembrouck schlug vor, dass vor jedem Konzert in NRW geklärt wird, welche Orchestermitglieder in der Nähe wohnen. Deren Eltern können kontaktiert werden mit der Bitte um Hilfe bei der Organisation (z.B. Inspizierung des Konzertsaals).
Viele mittelständische Unternehmen sponsern ausschließlich für lokale Vereine/Veranstaltungen. Auch hier kann im Vorfeld eines Konzertes über bereitwillige Eltern um Anzeigen in Programmheften geworben werden.
Mittelfristig wäre es wünschenswert, in jeder Region von Nordrhein-Westfalen einen oder mehrere Vertreter des Freundeskreises zu haben, um auch etwas systematischer und flächendeckender Öffentlichkeitsarbeit betreiben zu können.
Transporthilfen
Herr Wedekind sieht Möglichkeiten, Kleinbusse zu organisieren, evtl. über die Organisation "Aktion Mensch". Herr Wolter schlägt vor, bei der Kölnischen Rundschau anzufragen, die einmal jährlich in einer Weihnachtsaktion "Gute Tat" einen Kleintransporter verschenkt.
Der Bedarf des LJO ist wie folgt:
Bei jeder Arbeitsphase einen 9-Sitzer wie z.B. VW- Bus o.ä., der auch während des Jahres genutzt werden kann für Kleintransporte usw; und bei jeder Herbstsarbeitsphase einen größeren Transporter für Schlagzeug/Harfentransport, wie z.B. Ford Transit oder größer.
Wir danken allen, die an dieser Sitzung teilgenommen haben und hoffen weiter auf rege Beteiligung.
Über das nächste Treffen informiert Sie gerne unser Sekretariat. Interessenten sind herzlich willkommen!
In den vergangenen Jahren wurde der Arbeit mit den Blechbläsern verstärkte Aufmerksamkeit geschenkt, auch mit eigenen Werken im Rahmen der Arbeit des Landesjugendorchesters. Hieraus entstand das "FritzBrass"- Ensemble unter der Leitung von Professor Fritz Marreck aus Essen. Das Ensemble besteht jeweils aus den Blechbläsern, die zur aktuellen Orchesterbesetzung gehören, aber auch aus neuen und ehemaligen Teilnehmern.
Im Januar 2003 fand eine eigene Probenphase in Nottuln/Westfalen mit einem Abschlusskonzert am 6. Januar 2003 statt. Während der Sommerarbeitsphase 2002 des Landesjugendorchesters NRW gab das Ensemble Konzerte in Hinterschmiding, im Historischen Rathaus in Passau sowie in den ungarischen Städten Kaposvar und Pécsvárad.
Das Blechbläserensemble gab im Sommer 2003 ein Konzert in der Abtei Brauweiler. Ein weiterer Konzertauftritt folgte im Herbst 2003 in der Düsseldorfer Messehalle anlässlich der Eröffnung der A+A 2003 vor 1000 Zuschauern.
2009 wurde die Arbeit des Ensembles wieder intensiviert. Nach eigenständigen Vorbereitungsarbeitsphasen nahm das Ensemble im Juli unter der Leitung von Roger Zacks beim Festival "Musicales de Grillon" im Süden Frankreichs teil und gab dort 5 Konzerte. Für 2010 ist unter der Leitung von Tobias Füller eine Reise an die kroatische Küste geplant.
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